Wir über uns – ein Selbstbild

Wir über uns – ein Selbstbild

Über Verbindungen hört und liest man ja immer wieder etwas – meistens nichts Positives. Auch wir haben mit diesen Vorurteilen und Verallgemeinerungen zu kämpfen. Verbindung ist nicht gleich Verbindung!

Rechtsradikalität, verklärtes Frauenbild, elitäres Gehabe usw. – vieles wird Verbindungen nachgesagt. Für manche Verbindungen treffen leider noch immer einige dieser Vorwürfe zu.

Wir Westmärker sehen uns als progressive und moderne Verbindung, die das Beste aus unseren Traditionen mit dem aktuellen Zeitgeist verbindet.

Die ATV Westmark zu Münster existiert bereits seit 1902 als akademischer Turnverein und führt seit 1905 die Bezeichnung “Verbindung”. Seit unserer Gründung vertreten wir das schwarze Prinzip, sind also nicht farbentragend und nicht mensurschlagend. Wir tragen weder Band noch Mütze. Darüber hinaus ist die Westmark politisch und konfessionell ungebunden. Bei der Wiedergründung nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auch das studentische Fechten (Schlagen) abgelegt. Seit 1984 nimmt die Westmark auch Frauen auf.

Momentan besteht die Westmark aus ca. 25 Aktiven und ca. 115 Alten Damen (AD) und Alten Herren (AH). Neben dem Sport sind das Lebensbundprinzip und die akademische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Entwicklungen und dem aktuellen Zeitgeist die tragenden Säulen unseres Verbindungslebens.

Das Lebensbundprinzip besagt, dass wir uns nicht nur als eine Gemeinschaft verstehen, die lediglich während des Studiums ordentlich einen drauf macht und sich dann nach dem Examen in alle Winde verstreut. Die Mitglieder der ATV Westmark sind sich ein Leben lang freundschaftlich verbunden. Dieser Lebensbund steht für den ständigen generationsübergreifenden Austausch zwischen Aktiven und ehemaligen Studenten.

Wer auf unser Haus kommt und Spaß am Verbindungsleben findet, wird als Fux aufgenommen. Stellt ein Fux dann fest: “Das ist genau mein Ding”, so wird er zum Burschen – ganz gleich ob weiblich oder männlich. Mit Beendigung des Studiums wird ein Bursch dann philistriert und als Alte Dame (AD) oder Alter Herr (AH) in den Korporationsverband (KV) aufgenommen.

Leibfamilien sind ein Bestandteil des Lebensbundprinzips. Hintergrund ist die alte Verbindungstradition des Leibburschentums. Ein neues Verbindungsmitglied (Fux), dem sich der Fuxmajor nur begrenzt widmen kann, wird von einem Burschen durch die Aktiven- und Studienzeit begleitet. Dieser nimmt sich des neuen Fuxen besonders an, steht ihm für Fragen und bei Schwierigkeiten zur Verfügung und übernimmt so eine Art Patenschaft, die über die Fuxenzeit hinausreicht. Später als AD oder AH hat man zwei Verbindungsgeschwister, die einem besonders nahe stehen: Einen Leibburschen und einen Leibfux.

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