Couleur

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Auch wenn die Westmark nicht farbentragend ist, so ist sie doch farbenführend. Das bedeutet im Klartext, dass wir zwar keine Bänder oder Mützen tragen, sehr wohl aber einen Zipfelbund (Wird gleich noch erklärt, was das komisches ist; sogar mit Bild). Außer auf dem Zipfelbund sind unsere Farben (rot – weiß – gold) in unseren Fahnen, unserem Wappen, dem Wichs, den Prunkschlägern und der Couleurkarte enthalten. Darüber hinaus gibt es noch den Zirkel ; dieser ist zwar schwarz-weiß, stellt aber die wichtigste Insignie (Insignie […i-e; lat.], Abzeichen der Macht, des Standes und der Würde.) dar. Zudem gibt es noch die Verbandsnadel unseres Dachverbandes, dem Akademischen Turnbund (ATB).

Die Fahnen

Es gibt zwei Arten von Fahnen, die normale Fahne und die Prunkfahnen. Die normale Fahne hängt die meiste Zeit des Jahres außen am Haus. Sie wird zu Beginn des Couleursemesters feierlich gehisst und zu seinem Ende eingeholt. Die Prunkfahne dient zum Schmuck von Veranstaltungen wie Kneipen oder wird bei feierlichen öffentlichen Auftritten der Westmark mitgeführt, z.B. bei Hochzeiten, Beerdigungen oder Umzügen. Während die normale Fahne nur unsere Farben enthält, sind auf der Prunkfarbe noch Zirkel und Wahlspruch aufgestickt.

Das Wappen

Studentische Wappen traten erst um 1800 auf und wurden von Porzellanmalern zur Verzierung blendend weißer Pfeifenköpfe erfunden. Sie richten sich daher auch nicht nach den strengen Regeln der Heraldik. Bestandteile sind die Verbindungsfarben, Gründungsdatum, Symbole der Prinzipien und Teile der Landes- und Stadtwappen.

Auch wenn die Westmark nicht farbentragend ist, so ist sie doch farbenführend. Das bedeutet im Klartext, dass wir zwar keine Bänder oder Mützen tragen, sehr wohl aber einen Zipfelbund (Wird gleich noch erklärt, was das komisches ist; sogar mit Bild). Außer auf dem Zipfelbund sind unsere Farben (rot – weiß – gold) in unseren Fahnen, unserem Wappen, dem Wichs, den Prunkschlägern und der Couleurkarte enthalten. Darüber hinaus gibt es noch den Zirkel ; dieser ist zwar schwarz-weiß, stellt aber die wichtigste Insignie (Insignie […i-e; lat.], Abzeichen der Macht, des Standes und der Würde.) dar. Zudem gibt es noch die Verbandsnadel unseres Dachverbandes, dem Akademischen Turnbund (ATB).

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Das Wappen der ATV Westmark gestaltet sich folgendermaßen: Im linken oberen Teil des Schildes ist der Zirkel auf den Farben dargestellt. Rechts daneben im Eichenkranz

befindet sich das Gründungsdatum. Zu sehen sind außerdem zwei Fechtklingen. Sie symbolisieren das Prinzip der unbedingten Genugtuung. Die Westmark lehnte die Mensur zwar stets ab, verlangte aber von ihren Mitgliedern bis zum II. Weltkrieg, Satisfaktion mit schweren Waffen (Säbeln) zu geben. Man gab diese Satisfaktion nicht für die Verbindung, sondern für sich selbst. Man bezeichnete dies als schwarz schlagend, da die Farben als Zeichen unserer Verbindung damit nichts zu tun hatten. Im linken unteren Teil des Schildes ist das Westfalenpferd zu sehen. Es steht für das Land Westfalen und zeigt die Verbundenheit der Westmark zu diesem Land. Im unteren rechten Feld sind die Farben der Stadt Münster zu sehen. In der Mitte des Schildes befindet sich ein kleineres Schild. Auf ihm sind die vier F der Turnbewegung wiedergeben. Sie stehen für „Frisch, fromm, fröhlich, frei!“. Umgeben werden der Helm und das Wappenschild mit dem Helmzier und der Helmdecke in den Verbindungsfarben.

Der Zirkel

Die studentischen Orden des 18. Jahrhunderts besaßen eine Geheimschrift, wobei für Orden selbst die Bezeichnung sociates venerabilis (= ehrwürdige Gesellschaft) oder abgekürzt sv verwendet wurde. Etwa ab 1785 wurden diese Buchstaben ineinander verschlungen geschrieben. Diese ineinander verschlungenen Buchstaben, in denen sich die Anfangsbuchstaben der jeweiligen Korporation wiederfinden, werden seit 1795 als Zirkel bezeichnet. Heute wird der Zirkel nicht nur jeder Unterschrift mit dem Biernamen beigefügt, sondern tritt auch im Wappen und auf vielen Gebrauchsgegenständen auf. Aus dem Zirkel der Westmark läßt sich, wie unten sehr schön zu sehen ist, folgendes ablesen:

Vivat, crescat, floreat, Akademische Turnverbindung Westmark zu Münster in eternum! also Lebe, wachse, blühe, Akademische Turnverbindung Westmark zu Münster in Ewigkeit!

Zirkel

Der Zipfelbund

Der Zipfelbund versinnbildlicht die besondere Freundschaft und Wertschätzung, die Bundes-, Kartell- und Farbenbrüder füreinander empfinden. Der Zipfelbund besteht aus dem Zipfhalter und verschiedenen Zipfeln. Es gibt den Bierzipfel, Weinzipfel und Sektzipfel. Der Zipfelbund wird meist am Hosenbund getragen, kann aber auch an einer Weste oder dem Wichs getragen werden. Die Metallteile bestehen aus Zinn, Silber oder Gold; die Ausführung kann heraldisch oder glatt sein. Zipfel werden grundsätzlich getauscht. Auf der Vorder- und Rückseite der Metallteile werden jeweils die Verbindungszirken, die Namen der Tauschenden, der Anlaß und das Couleursemester eingraviert. Darüber hinaus sind weitere Gravuren möglich, je nach Geschick des Graveurs und der Größe des eigenen Geldbeutels. Zipfel sind nicht Objekt einer Sammelleidenschaft, denn dann würde ihr eigentlicher Sinn zu einem bloßen Objekt der Begierde verkommen, sondern dienen der Erinnerung und Manifestierung freundschaftlicher Bande.

Der Bierzipfel wird für gewöhnlich einem Fuxen von seinem Leibburschen zur Burschung geschenkt. Im Gegenzug erhält er von seinem Leibfuxen einen Weinzipfel. Pro Zipfelbund gibt es nur einen Bierzipfel, welcher die Verbindungsfarben und den Zirkel enthält. Ein Ausnahme stellen Doppelbünder dar. Da sie in zwei Verbindungen sind, tragen sie auch zwei Bierzipfel

Darüber hinaus werden Weinzipfel zu den verschiedensten Anlässen getauscht, als Erinnerung an ein gemeinsames Chargensemester (Vorstandssemester), als Zeichen einer besonders innigen Freundschaft oder besonderer gemeinsamer Erlebnisse. Weinzipfel können sowohl mit Verbindungsbrüdern (Mitglieder der eigenen Verbindung), Bundesbrüdern (Mitgliedern einer Verbindung des eigenen Dachverbandes) oder mit

Farbenbrüdern (Mitglieder irgendeiner anderen Verbindung) getauscht werden. Der Sektzipfel dient dem Ausdruck einer besonderen Beziehung zu jemandem des anderen Geschlechts. Er wird in Silber mit der Freundin oder dem Freund getauscht, kann aber auch mit anderern Couleurdamen und -herren getauscht werden, z.B. der Gattin des Leibburschen oder mit der eigenen Tochter. Der goldene Sektzipfel ist dem Ehepartner vorbehalten. Sollte einer der beiden nicht korporiert sein, also eigentlich keinen Zipfelbund besitzen, so kann der Sektzipfel an einem Zipfelhalter, einer Brosche oder einem Armreif getragen werden. Die beiden letzteren Möglichkeiten sehen bei Männern jedoch etwas albern aus. Dass die Westmark gemischtgeschlechtlich ist, heißt jetzt allerdings nicht, dass unsere Mädels nur Sektzipfel tauschen. Normalerweise werden Weinzipfel getauscht, nur in besonderen Fällen, also bei partnerschaftlichen Banden oder bei Nicht-Korporierten werden Sektzipfel getauscht.

 

Die Bundesnadelanstecknadel

Die Bundesnadel ist neben dem Zipfelbund ein weiteres Erkennungszeichen, welches Westmärker tragen. Sie symbolisiert unsere Verbundenheit mit unserem Dachverband, dem Akademischen Turnbund (ATB). Das Bundesabzeichen des ATB ist ein schwarzer rechteckiger Balken, auch Brikett genannt, der das schwaze Prinzip versinnbildlicht. Die Bundesnadel wird am linken Revers getragen. Neben der Bundesnadel gibt es auch noch einen Brikett-Aufkleber. Hat man diesen z.B. auf seinem Auto kleben, so weiß ein anderer ATBer auf der Autobahn, dass er gerade einem Bundesbruder hinten drauf gerauscht ist. Also sehr praktisch.

Der Wichs

Der Vollwichs (auch der „volle Wichs“) gilt als „Galauniform“ des Couleurstudenten. Er wird von den Chargierten (der meisten farbentragenden, aber auch vieler nichtfarbentragenden Verbindungen) nur bei hochoffiziellen Anlässen getragen. In der vollständigen Ausführung hat er folgende Bestandteile: Das „Cerevis“, eine Kopfbedeckung ähnlich dem „Prunktönnchen“, nur in einer mit Karton versteiften Ausführung in Säulenform, etwa 3–4 Zentimeter hoch, rund 15 Zentimeter im Durchmesser. Es wird asymmetrisch an der vorderen Kopfseite getragen und mit einem Gummiband am Hinterkopf befestigt. Ein großes Barett mit Federschmuck wird von manchen Studentenverbindungen statt des Cerevises getragen. Dieses Barett geht auf die Altdeutsche Tracht zurück und ist typisch für Burschenschaften. Die Pekesche, an Universitäten, die aus alten Bergakademien entstanden sind, auch Bergkittel. (In Österreich Flaus genannt) Eine breite Seidenschärpe in den Couleurfarben zusammen mit dem Couleurband. Weiße Stulpenhandschuhe oder ebenfalls weiße Stoffhandschuhe (bei eher jüngeren Verbindungen).

Eine weiße Hose oder Reithose, in Österreich Buchsen genannt.

Hochschäftige schwarze Ledergamaschen zu schwarzen Schuhen (früher Reitstiefel mit Sporen, heute nur vereinzelt); diese Stiefelschäfte heißen in Österreich Kanonen.

Ein Paradeschläger (Korbschläger oder Glockenschläger je nach Universitätsort) in metallener Scheide am schwarzen Ledergehänge (auch bei nichtschlagenden Verbindungen Bestandteil des Vollwichses, hier aber stumpf und allermeist abgerundet).

Anlässe zum Tragen des Vollwichses sind feierliche Kommerse, zum Beispiel zu großen Stiftungsfesten oder Universitätsjubiläen. Viele Verbindungen chargieren jedoch auch zu Hochzeiten, Totenehrungen und Beerdigungen

Die Prunkschläger

Die Prunkschläger ähneln den Paukschlägern, die für das studentische Fechten benutzt werden. Genutzt werden sie hauptsächlich bei feierlichen Anlässen wie Kneipen oder Kommersen. Dort sind sie als Zeichen der Macht anzusehen, was so viel heißt, wie dass diejenigen, die die Schläger führen, das Oberkommando über die Corona innehaben. Außerdem werden sie wie die Prunkfahne bei öffentlichen Auftritten mitgeführt.

Die Couleurkarte

Die Couleurkarte ist eine studentische Postkarte, auf der entweder das Vollwappen oder Darstellungen der Stadt, Universität oder dem Umland abgebildet sind, in der die Verbindung beheimatet ist. Die Couleurkarte der ATV Westmark stellt das Vollwappen mit Wahlspruch dar. Regelmäßig werden diese Karten auf festlichen Veranstaltungen an befreundete Verbindungen oder persönliche Bekanntschaften verschickt.